AFGHANISTAN

Hintergrund 

Fast eine Million Geflüchtete kehrten 2024 nach Afghanistan zurück, vor allem aus dem Iran und Pakistan.  Viele Rückkehrer:innen kommen zunächst in Übergangslagern unter, bevor sie versuchen, sich in Städten oder informellen Siedlungen ein neues Zuhause aufzubauen. Anhaltende Konflikte, Rechtsstreitigkeiten um Land und der Verkauf von Eigentum während der Zeit der Vertreibung machen vielen Familien eine Rückkehr zu ihren früheren Heimorten unmöglich.

 

Besonders die Kinder unter ihnen stehen vor einer Vielzahl an Schwierigkeiten, darunter ein eingeschränkter Zugang zu Bildung. Ein Großteil dieser Kinder ist in den Nachbarländern Afghanistans aufgewachsen. Die daraus resultierenden Sprachbarrieren und Wissenslücken stellen eine Herausforderung für die Wiedereingliederung in das afghanische Schulsystem.

 

Laut Auswertungen von Street Childs lokalen Partnern in den Provinzen Nangarhar und Kandahar wurden fast 20% der Kinder durch Zwangsräumungen von ihren Familien getrennt. Für diejenigen, die zu einer Rückkehr gezwungen sind, erhöhen sich damit die Schutzrisiken drastisch.

Wir können und werden mehr tun – aber wir brauchen Deine Hilfe.

Afghanistan in zahlen 

4,2 Mio.

Kinder haben keinen Zugang zu Schulbildung.

14,8 Mio.

Menschen sind von Ernährungsunsicherheit betroffen.

22,9 mio.

Menschen sind auf humanitäre Hilfe angewiesen.

Was wir tun 

Wo wir arbeiten

Street Child arbeitet mittlerweile in 15 verschiedenen Provinzen in ganz Afghanistan. Wir gehen dorthin, wo andere nicht hingehen, um humanitäre Hilfe zu leisten, dort, wo es am nötigsten ist. 

 

Street Child fördert und unterstützt 13 % aller gemeindebasierten Bildungszentren im ganzen Land. 

Schulanmeldung

Gemeinsam mit lokalen Partnern haben wir 368 Kinder in der Provinz Nangarhar dabei unterstützt, sich an Schulen anzumelden. Street Child  hat sichergestellt, dass sie sich trotz fehlender Dokumente wie Geburtsurkunden an den Schulen einschreiben konnten. Durch eine anschließende Bewertung ihres Bildungsstandes wurden die Kinder den entsprechenden Klassenstufen zugeteilt, sodass sie sich ohne unnötige Verzögerung in die formale Schulbildung wieder eingliedern können.

 

Darüber hinaus haben unsere lokalen Partner mehr als 2.500 zurückgekehrten Kindern wichtige Informationen zu den für die Einschulung erforderlichen Dokumenten bereitgestellt. Indem wir dieses Wissen an die Familien weitergeben, unterstützen wir sie dabei, strukturelle Hindernisse zu überwinden und ihren Kindern den Zugang zu Bildung zu ermöglichen.

Bildungsbewusstsein

Aufklärung über die Wichtigkeit von Bildung ist ein wesentlicher Bestandteil unserer Arbeit in der afghanischen Provinz Nangarhar. Gemeinsam mit UNICEF und Partnern vor Ort wurden Informationsveranstaltungen für Sorgeberechtigte organisiert, Broschüren über Einschreibungsprozesse verteilt und ein Management-Informationssystem entwickelt. Es erfasst die schulische Laufbahn zurückgekehrter Kinder, identifiziert Lücken in der Unterstützung und prüft den Einschreibungsstatus von schulpflichtigen Kindern, sodass bei Bedarf gezielte Maßnahmen eingeleitet werden können.

Unterstützung von Familien an der Toorkham-Grenze

Mit Hilfe von Vorsorgeuntersuchungen durch unsere lokalen Teams konnten 576 Kinder und ihre Familien zusätzliche Unterstützungsleistungen, wie etwa medizinische Versorgung, wahrnehmen. Dieser Ansatz stellt sicher, dass die Familien während ihrer Rückkehr in ein Leben in Afghanistan verlässlichen Zugang zu grundlegenden Dienstleistungen haben.

Ihr Einfluss in Afghanistan

32.181

Kinder haben psychologische oder psychosoziale Unterstützung erhalten.

39.654

Erwachsene wurden mit Fortbildungen oder psychologischer Betreuung unterstützt

132.166

Kinder wurden erreicht.

Nachrichten & Medien